Hetter, Millinger Bruch

Das Naturschutzgebiet Hetter-Millinger Bruch ist ein international bedeutsames Schutzgebiet und ein Paradies für viele gefährdete Tier- und Pflanzenarten. Das Gebiet erstreckt sich in zwei „Bögen“ zwischen der Autobahn und der deutsch-niederländischen Grenze. Der Gebietsteil Millinger Bruch befindet sich südlich der Autobahn.  Die beiden „Bögen“ sind Spuren des Rheins - hier schlängelte sich ein Seitenarm des Rheins noch bis zur Römerzeit durch das Gebiet.
Die weitläufige Wiesenlandschaft beherbergt viele blütenreiche Feuchtwiesen mit Senken und Mulden. Sumpfdotterblumen und Kuckuckslichtnelken malen zur Blütezeit farbenprächtige Bilder und dienen als Nahrungsquelle für Insekten. Auch die seltene Sumpfschrecke fühlt sich in den Feuchtwiesen wohl.
Der Millinger Bruch und zum Teil auch der kleine Hetterbogen sind außerdem durch eine strukturreiche Heckenlandschaft mit zahlreichen Kopfbaumreihen gekennzeichnet.

Das Naturschutzgebiet ist eines der wichtigsten Brutgebiete für Wiesenvögel in NRW. Uferschnepfe, Rotschenkel, Großer Brachvogel und Bekassine sind nur einige Arten, die in den feuchten Wiesen der Hetter ihren Nachwuchs ausbrüten. Bei der Bewirtschaftung der Flächen wird deshalb auf die Gelege gefährdeter Vogelarten Rücksicht genommen. Betreut wird das Naturschutzgebiet vom Naturschutzzentrum im Kreis Kleve e.V. und von der NABU-Naturschutzstation Niederrhein.
Für die Uferschnepfe ist der Große Hetterbogen sogar das wichtigste Brutgebiet in NRW. In diesem Teilbereich sind Maßnahmen zur Optimierung des Lebensraumes der Uferschnepfe im Rahmen eines LIFE-Projektes (www.life-uferschnepfe.de) von den Projektpartnern NABU-Naturschutzstation Niederrhein e.V. und Naturschutzzentrum im Kreis Kleve e.V. durchgeführt worden.
Aber nicht nur für die Brutvögel sind die weitläufigen Wiesen ein bedeutsamer Lebensraum. Für die arktischen Wildgänse und viele andere „Durchzügler“ ist die Hetter ein wichtiges Rast- und Überwinterungsgebiet.

 

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