Der Eltenberg

Eis kann Berge versetzen

Der weithin sichtbare Eltenberg hat mit dem Klever Berg auf der anderen Rheinseite einen ebenso markanten Zwilling. Gemeinsam sind sie Zeugen der dramatischen Veränderungen, die unsere heutige Niederrheinlandschaft geformt haben. Wenn wir von Eiszeiten sprechen, können wir uns eigentlich nichts darunter vorstellen. Sie sind lange her, und sehen kann man ja auch nichts mehr. Denken wir, denn bis heute sind die Spuren der ungeheuren Gletscher erdgeschichtlicher Kälteperioden deutlich sichtbar - zum Beispiel hier mit Eltenberg und Klever Berg. Wenn Gletscher fließen, schieben sie einen Wall aus Geröll vor sich her. Selbst wenn der Gletscher irgendwann einmal schmilzt, bleiben diese Wälle zurück. Je größer der Gletscher, desto größer der Wall - die Moräne. Klever Berg und Eltenberg sind Teile einer solchen Moräne.

Jetzt können wir uns vielleicht vorstellen, wie mächtig der Gletscher dahinter gewesen sein musste, um solche Berge auftürmen zu können. Vielleicht wurden sogar mehrere ältere Moränen zu einer sogenannten Stauchmoräne zusammengeschoben. Das hätte Auswirkungen gehabt, denn diese sind widerstandsfähig und werden nur relativ langsam abgetragen. Der Gletscher uns seine Moräne drängten auch den Rhein in die Niederungen der heutigen Flüsse Niers und Ijssel ab. Nach dem Abschmelzen des Gletschers durchbrach der Rhein zwischen den heutigen Städten Kleve und Emmerich die Moräne. Das Ergebnis können wir immer noch in der "Gelderse Poort", dem Gelderschen Tor, erkennen. Die Angeln dieses Tores sind bis auf den heutigen Tag Eltenberg und Klever Berg.

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