Rheinfähre

Eine Rheinfahrt, die ist lustig...

Nähert man sich aus Richtung Bienen dem Rhein, kommt man an Grietherbusch vorbei nach Grietherort, nur um hier vom Rhein daran gehindert zu werden, weiter nach Grieth zu gelangen. Die Namen bringen es an den Tag: es gab Zeiten, da gehörte das alles zu Grieth, und der Rhein floss eine andere Strecke. Diese alten Läufe hat man mit den Altrheinarmen bereits überquert, jetzt steht jedoch das große Abenteuer bevor: seit 20 Jahren verbindet eine Fähre wieder, was einst zusammengehörte. Zwischen Palmsonntag und dem 31. Oktober kann man während einer Überfahrt mit etwas Glück die großen Rheinschiffe ganz aus der Nähe sehen. Auch der Rhein selbst wirkt viel gewaltiger, wenn man auf ihm schaukelt und nicht sicher auf einem Deich steht. Um nicht enttäuscht zu werden, empfiehlt es sich jedoch, sich telefonisch oder im Internet über die Betriebszeiten zu erkundigen. Am Griether Fähranleger empfängt uns ein Steinboot. Diese Skulptur von Christoph Wilmsen-Wiegmann ist aus einem einzigen Granitblock geschaffen und erinnert daran, dass Grieth eine Hafen- , Handels- und Hansestadt war. Das stromaufwärts fahrende Schiff auf der Steinsäule wird bei Hochwasser oft vom Rhein umspült und die Hochwassermarken am Deichtor zeigen, was für ein wilder Geselle der Rhein in Wirklichkeit ist. Grieth lockt außerdem mit einigen Sehenswürdigkeiten, wie etwa dem Burghaus, das Teil der mittelalterlichen Stadtbefestigung war. Die Stadtmauer gehörte zur Grundausstattung, als die Stadt Mitte des 13. Jh. gegründet wurde. Der alte Marktplatz bildet mit der Pfarrkirche "St. Peter und Paul" und den angrenzenden engen Gassen den altertümlichen Stadtkern des Örtchens.

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