Möwen

Möwen sind meist weiß-grau gefiedert, oft mit schwarzer Färbung am Kopf und auf den Flügeln. Als typische Wasservögel besitzen sie Schwimmhäute zwischen den Zehen, damit sie sich besser auf dem Wasser fortbewegen können. Möwen sind insbesondere an den Küsten anzutreffen, doch begegnet man ihnen auch im Binnenland, wo Moore, Sümpfe oder auch Flusslandschaften wie z. B. die Rheinaue besiedelt werden.

Bei der Wahl ihrer Nahrung sind sie nicht besonders wählerisch. Neben pflanzlicher Nahrung überwiegt aber eindeutig tierische wie Fische, Krebse, Schnecken, Muscheln oder gelegentlich auch kleine Nagetiere. Bei kleineren Arten, wie z. B. den Lachmöwen, stehen dagegen vorzugsweise Insekten und Würmer auf dem Speiseplan.

Möwen sind Bodenbrüter und brüten meist in größeren Kolonien. Ihre 2-4 Eier werden von den Eltern aggressiv gegen Feinde verteidigt. Nach 3-5 Wochen schlüpfen die Küken. Bei vielen Arten sind die Jungvögel bräunlich gefärbt. Möwen können etwa 30 Jahre alt werden.

Zu den in der Rheinaue am häufigsten anzutreffenden Möwenarten gehören Lach-, Sturm- und Silbermöwen. Deutlich seltener sieht man Herings- und Mantelmöwen.

Die Lachmöwen sind schon wegen ihres lauten Geschreis nicht zu übersehen. Sie verdanken ihren Namen jedoch nicht etwa diesem „lachendem“ Geschrei, sondern der Tatsache, dass sie so verbreitet und damit sprichwörtlich an jeder Wasserlache anzutreffen sind. Zur Brutzeit wird ihr Kopf dunkelbraun. In der übrigen Zeit ist ihr Gefieder am Kopf bis auf einen kleinen, braunen Fleck weiß. Lachmöwen brüten an größeren Gewässern im Binnenland. Gern suchen sie auch auf frisch gepflügten Äckern nach Nahrung.

Die Sturmmöwe ist etwas größer als die Lachmöwe. Im Vergleich zur Lachmöwe erscheint ihr Gefieder an der Oberseite in dunklerem Grau. Ihr Kopf bleibt allerdings auch im Sommer weiß.

Silbermöwen mit ihrer imposanten Flügelspannweite von knapp eineinhalb Metern gehören zu den Großmöwen. Sie sind mit ihren fleischfarbenen Beinen und dem gelben Schnabel, mit markantem, rotem Fleck leicht zu erkennen.

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