Kleiner Sauerampfer und Purpurspanner

In so manchem Frühsommer bedeckt der Kleine Sauerampfer (Rumex acetosella) zu seiner Blütezeit größere Flächen sandiger Böden wie mit einem purpurroten Mantel. Gerne werden Heiden, Schotterflächen und sandige Wiesen besiedelt. Am Niederrhein kommt der Kleine Sauerampfer z. B. in den Wisseler Dünen vor.
Die Einzelpflanze ist unauffällig und unscheinbar, aber im Massenbestand eine wahre Pracht und herrlich anzuschauen.

Der Kleine Sauerampfer ist auf nährstoffarmen, leicht sauren Sandböden weit verbreitet. Während er früher auch auf schwach gedüngten Äckern und Sandwegen häufig war, kommt er heute vorwiegend in Heiden, Sandabgrabungen, auf Truppenübungsplätzen und sandigen Brachflächen vor.
Zur Blütezeit des Kleinen Sauerampfers fällt auch ein hübsch gefärbter gelb-roter Schmetterling auf. Die Rede ist vom Purpurspanner (Lythria cruentaria). Die Raupen sind auf den Kleinen Sauerampfer oder den Wiesensauerampfer (Rumex acetosa) als Futterpflanze angewiesen. Die Falterweibchen legen ihre Eier nur an den Blättern dieser Ampferarten ab. Die Purpurspanner überwintern als Puppen, bis sie dann im nächsten Frühjahr schlüpfen und bei Sonnenschein wieder als flatternde, bunte, Farbtupfer zu sehen sind.

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